ThePerfectInsider_BD_VSUniversum Anime hat scheinbar ihr Faible für Thriller entdeckt und veröffentlicht mit The Perfect Insider die Anime Adaption von Autor Hiroshi Mori’s beliebten Mystery Roman aus dem Jahre 1996. Die 11-teilige Krimi- Geschichte erscheint am 05. August mit Vol.1 im Handel. Ob die Story fesseln kann und sich der Kauf für Anime Fans lohnt, erfahrt ihr in meiner Test Review zur Bluray Fassung.

The Locked-Room Mystery

Die Geschichte von The Perfect Insider erzählt von den beiden Personen Sohei Saikawa, einem Universitäts- Professor und Moe Nishinosono, seiner Studentin, die unweigerlich in ein Mordszenario geraten, das so einige Mysterien bereithalten soll. Als es Nishinonso gelingt ein Interview mit der berühmten Wissenschaftlerin Shiki Magata zu ergattern, die Mordbedingt in ihrem eigenen Labor gefangen ist, wird ihr Freund und Professor Sohei Saikawa hellhörig. Da er selber sehr an einem Treffen mit der überaus intelligenten Person interessiert ist, willigt seine Studentin ein mit ihm gemeinsam das Labor auf der abgelegenen Insel zu besuchen.

The Perfect Insider Screenshot 1

Die Exkursion verläuft jedoch alles andere, als ursprünglich geplant und so wird kurz nach Ankunft der beiden ein mysteriöser Mord verübt. Da zeitgleich im gesamten Labor die Technik ausfällt und somit jegliche Verbindung zur Außenwelt gestört ist, nehmen es die Leute im Labor schließlich selber in die Hand, den Mörder ausfindig zu machen. Denn wie sich sehr bald herausstellt, befindet sich dieser immer noch im Gebäude und wartet offenbar auf eine Gelegenheit auch die restlichen Zeuge zu beseitigen. So entwickelt sich ein Guess the Killer Spiel, dass dem Zuschauer einige Mysterien vorführt, die es zu entschlüsseln gilt.

Zwischenwertung Story: 5/5

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Persönliche Eindrücke

The Perfect Insider erzählt einen ausgesprochen interessanten Mystery Krimi, der sich dem bewährten Konzept des Locked-Room Mysterys bedient. Es stellt sich also nicht nur die Frage wer der Mörder war, sondern auch wie er in einem geschlossenen Raum einen Mord verüben und hinterher aus diesem entkommen konnte. Ähnliche Denkansätze bekam man auch bereits in etlichen Detektiv Conan Episoden oder Danganronpa vorgesetzt.

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Ein bewährtes Mittel also, um den Zuschauer bei Laune zu halten und ihn zum mit rätseln zu animieren. Auch The Perfect Insider gelingt diese Idee hervorragend. Als Fan des Guess The Killer Genres bin ich gerne bereit mich auf eine fesselnde Story einzulassen und meine Gedanken über den möglichen Killer und sein Vorgehen zu teilen. Aktuell verfolge ich auch sehr gerne Scream: TV Series auf Netflix, die auch demselben Prinzip folgt – Mehrere potenzielle Mörder, eine undurchschaubare Story und ein mysteriöser Haufen Charaktere. Genau so verhält es sich auch in The Perfect Insider. Natürlich erhält man in den ersten 4 Episoden noch keine Antwort auf die Fragen, die der Anime aufwirft, aber man wird schon sehr gut in das Mysterium rund um den Mord hineingezogen.

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Leider ist das Pacing nicht unbedingt so gut gelungen. Während die ersten beiden Episoden doch sehr stark bemüht sind an die Geschichte heranzuführen und teils auch etwas einschläfernd erzählt wirken, wird das Erzähl- Tempo kurz darauf recht stark angezogen. Ob das nun positiv oder negativ ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Dennoch bin ich gespannt wie letztendlich die Aufklärung des Falls aussehen wird und ob ich, mit möglichen Theorien, richtig liege. Derzeit tappe ich aber ehrlich gesagt noch stark an der Wahrheit vorbei, denn eine Lösung ist mir noch nicht in den Sinn gekommen. Das zeugt möglicherweise von einer guten, undurchsichtigen Handlung, wenn die Autoren hier keinen Unsinn treiben.

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Bleibt somit nur zu hoffen, dass die Lösung zum Ende hin nicht so banal ausfällt, dass jeglicher Gedanke an des Rätsels Lösung verschwendet war. In der aktuellen, ersten Volume fällt mein Fazit durch die bedingt bedrohliche Atmosphäre und den intelligenten Plot jedoch noch sehr positiv aus. Gerade für Leute, die an Locked-room Mysterys interessiert sind und gerne bei Crime Serien mit rätseln, dürfte The Perfect Insider einen Blick wert sein.

Zwischenwertung Eigene Meinung: 4/5

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Der Anime The Perfect Insider weiß durch einen ausgefallenen Plot zu überzeugen, der aktuell noch sehr undurchsichtig ist und mal einen frischen Ansatz bietet. Es wirkt alles sehr mysteriös und wirkliche Verbindungen lassen sich noch nicht zusammenreimen. Für eine Crime Serie ist das eine starke Aussage, da der Ausgang in diesem Genre oftmals relativ früh sehr offensichtlich ist.

Hier ist der Mit-Rätsel Faktor aber noch sehr hoch, da auch der Background einiger Charaktere noch sehr offen ist. Da ich sowieso großer Fan von Mystery Crime, Psycho Thrillern, Guess-the-Killer Elemenen und dem Locked-Room Mystery bin – wie die einzelnen Unterkategorien inzwischen aufgeteilt werden – finde ich den Anime recht interessant.Auch wenn der Anfang etwas langwierig war, zieht mich die die Geschichte durch ihre dichte Atmosphäre und ihr kleines Ratespiel in ihren Bann. Ich vergebe daher bewusst eine etwas höhere Wertung in der Hoffnung, dass die aktuelle Qualität mich nicht in die Irre führt und letztendlich nicht doch noch ein schwaches Finale bietet.

Overall Fun: 9/10

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Animationen & Sound

Von der optischen Gesamtgestaltung weiß The Perfect Insider zu gefallen. Die Charaktere haben einen sehr befremdlichen Look, der sich vom Einheitsbrei des Mainstreams abhebt und die schönen Umgebungen wirken gekonnt.

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Dazu kommen überzeugende Animationen und ein insgesamt sehr realistischer Umgang im Bezug auf das Grund- Design. Nicht so gut gefallen, hat mir dagegen die bewusst eingebaute Überbelichtung in einigen Szenen. Das mag für Dramatik und einen eigensinnigen Look sorgen, hat aber den Nachteil, dass es farblich einfach alles zu hell und uninteressant wirkt. Glücklicherweise sind derartige Szenen eher in der Minderheit. Letztendlich ist dies auch mehr ein subjektives Empfinden. Jeder Zuschauer wird dies anders aufnehmen. Auch vereinzelte CGI- Sequenzen fand ich eher unpassend im Gesamtbild des Animes. Aber auch hier gilt – rein subjektiv. Insgesamt ist es aber erfrischend mal ein realeres Bild zu Gesicht bekommen, ohne überspitze Mimik oder Gesichtsdetails.

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Keine Kritik gibt es hinsichtlich der Synchronisation. Diese ist, wie von Universum Anime seit Jahren gewohnt, auf einem Top Niveau. Die Sprecherverteilung ist hier ausgezeichnet gelungen und auch das Drehbuch hat hier gute Arbeit geleistet, um die Vertonung authentisch wirken zu lassen. Ein weiteres Mal konnte mich Tim Knauer als Sprecher komplett überzeugen. Schon als Walter O’Brien in Scorpion oder zuletzt im Videospiel Quantum Break als Jack Joyce wusste er mit seiner Stimme dem Charakter Tiefe zu verleihen. Seine fast schon emotionslose Art passt hervorragend auf introvertierte Genies, wie den angesprochenen Walter O’ Brian oder in diesem Fall Sohei Saikawa. Auch Lydia Morgenstern macht ihre Arbeit sehr gut. Von mir aus somit ein Lob in Richtung der Synchronfirma EuroSync GmbH, Berlin.

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Kleine Nebenbemerkung: Das Ending Theme ist wirklich großartig. Sehr ungewöhnlicher Sound, der mich ein wenig an die Persona 4 Soundtracks erinnert, aber noch den kleinen Tick Eigenständigkeit aufweist. Sehr catchy. Visuell sind sowohl das Ending, als auch das Opening sehr kreativ umgesetzt.

Zwischenwertung Audiovisuell: 4/5

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Digitale Ausstattung:

Leider kann ich im Bezug auf den physischen Bonus keine Auskunft geben, da mir zu Review Zwecken nur ein Screener vorlag. Daher werde ich diese Rubrik durch “Digitale Ausstattung” ersetzen und gänzlich den Digitalen Bereich abdecken, den Universum Anime der Bluray spendiert hat.

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Hier hat Universum Anime ein wenig gespart und auf der Disk lediglich eine Trailer- Show mitgeliefert. Ihr erhaltet also kurze Eindrücke zu aktuellen Releases des Publishers. Abgesehen davon sieht es auf der Disk eher mau aus. Erwähnenswert sei aber, dass das Menü sehr schick gestaltet ist, mit toller Musik untermalt wurde und farbenfroh entgegenblickt. Dafür liegt der Sound aber nur DTS-HD 2.0 vor. Eine Kapitel- und Untertitel Wahlmöglichkeit ist vorhanden. Die Serie hält mit ihren vier Episoden ca. 92 min Spielzeit bereit.

Zwischenwertung Extras: 2/5

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Audiovisuell hat mich die Serie nicht vollends überzeugt. Zwar gefallen mir die Charakter Designs und die stimmige Gestaltung der Welt, aber der Einsatz von CGI und Überbelichtung hat mir, rein subjektiv, nicht gefallen. Daher ziehe hier auch einen Punkt ab. Jeder könnte dies aber anders werten und sehen. Ihr könnt den Punkte also gegebenenfalls selbst gedanklich zu dichten. Die Deutsche Lokalisation ist dagegen auf gewohnt hohen Niveau und weiß mit guten Sprechern zu begeistern.

Da für eine Wertung des Bonus Content und der Verpackung keine Möglichkeit existiert, fallen die eigentlichen 5 Wertungspunkte in diesem Sektor komplett weg und werden ersetzt durch eine Wertung im Bereich der Digitalen Extras und der optischen Präsentation des Menüs. Wir landen somit bei einer Gesamtwertung der Deutschen Vermarktung bei

Deutsche Vermarktung: 6/10

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Fazit:

The Perfect Insider ist ein gelungenes Werk mit fesselnder Story und interessantem Looked-Room Mystery Konzept. Als Fan des Crime- Genres bin ich möglicherweise etwas voreingenommen, kann aber gleichzeitig wohl auch bewerten, was gut ist – Und der Anime aus dem Hause A-1 Pictures, der unter dem Regisseur Mamoru Kanbe entstanden ist, überzeugt in den wichtigsten Punkten. Die Serie bietet ein interessantes Story Konzept, genügend potenzielle Mörder zum selber grübeln und sehr undurchsichtige Backgrounds verschiedener Charaktere. Ob der Anime seine Story über Vol.1 hinaus aber aufrecht erhalten kann oder sich zur Rätsels Lösung verläuft, muss man abwarten.

The Perfect Insider Fazit

Jeder Fan von spannenden Detektiv Geschichten wird in den ersten 4 Episoden aber sicherlich auf seine Kosten kommen, wenn er sich auf den Psychro- Mystery Thriller einlässt.


Vielen herzlichen Dank an Sophia von der THINK! Enders & Webler GmbH Presseagentur und Universum Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares von The Perfect Insider in der Bluray Fassung.


© MORI Hiroshi,KODANSHA/THE PERFECT INSIDER Committee