Erlebe die Macht der Illusion! Dank Peppermint ist das mit Kaito Kid auch hierzulande möglich. Ob die Zaubertricks zünden, sage ich euch im Test…

Handlung

Was für eine Überraschung – Der Meisterdieb Kid ist nach Jahren des verschollen seins urplötzlich wieder auf der Bildfläche aufgetaucht und startet neue Raubzüge.

Die Polizei steht vor dem alten Rätsel. Wer ist der Kerl und wie nageln wir ihn fest? Natürlich ist die Bevölkerung in Aufruhr und auch die Klasse des Oberschülers Kaito Kuroba ist von den verrückten Tricks des Meisterdiebs fasziniert. Ein Grund für den jungen Kaito diesen Zauberkünstler herauszufordern und ihn mit seinen eigenen Fähigkeiten zu schlagen. Durch einen Zufall landet Kaito jedoch im Geheimraum seines Vaters, der vor Jahren bei einem Zaubertrick umgekommen sein soll. Das Resultat ist erschreckend für Kaito – Sein Vater war der legendäre Dieb, der Jahrzehnte lang sein Unwesen trieb.

Für Kaito stellt sich allerdings die Frage wer dann diese Trickbetrüger ist, der sich als sein Vater ausgibt. Mit Leichtigkeit kommt er dem Verbrecher auf die Spur und erfährt, dass sein Vater wohlmöglich einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Ausgelöst durch eine ominöse Gruppe, die den Pandora Stein sucht. Kurzerhand schwingt Kaito den Anzug seines Vaters über und begeht selbst die Raubzüge, um so die Hintermänner hervorzulocken.

Bild & Animation

Magic Kaito 1412 entstand durch das Animations- Studio A-Pictures, die schon für Genre Größen wie AnoHana und The Anthem of the Heart verantwortlich waren. Durch den Wechsel des Studios, fällt im Vergleich zur ersten Serien- Adaption direkt eine offensichtliche Änderung ins Auge.

Das Remake 1412 bietet uns qualitativ höhere Bild- und Animations- Qualitäten und leichte Überarbeitungen des Charakter Designs. Der Look orientiert sich nun mehr an klassischen A-Picture Produktionen, wie man sie in den letzten Jahren zu Gesicht bekam. Der markante, wenig detaillierte, Look von Gosho Aoyama, den man aus Detektiv Conan kennt, geht dabei zwar etwas verloren, doch zeigt 1412 dafür seine optisch schönen Seiten. Nicht nur die Charaktere sind schicker in Szene gesetzt, sondern auch die Hintergründe wirken ansehnlicher.

Dank der kräftigeren Farbqualität und dem besseren Schwarzwert sind die Remake- Szenen deutlich hübscher, als noch in der OVA-Serien Reihe Kaito Kid: The Phantom Thief. Die Detailtreue zum Ausgangsmaterial ist einer Modernisierung gewichen, was ich persönlich sehr befürworte. Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass Magic Kaito mit aktuellen Glanzwerken aus diesem Jahr nicht ganz mithalten kann, aber das Studio hat damals eben einen so sauberen Job abgeliefert, dass der Anime auch Heute unterhaltsam und ansehnlich bleibt.

Sound & Musik

Seit einiger Zeit liefert Peppermint wirklich gute Arbeit bei ihren Synchronisation ab. Ob nun Erased, Assassination Classroom oder Haikyu! Was der Publisher derzeit anpackt, hat Hand und Fuß. Die Übersetzungen wirken gut und qualitativ hochwertig eingesprochen.

Auch Magic Kaito macht hier keine Ausnahme. Im Vergleich zu Phantom Thief von Publisher Kaze wurde mit Peppermint’s Lizenz auch bei Aoko eine Neubesetzung vorgenommen, was dem Anime redlich gut tut. Im Gegensatz zu Jenny Maria Meyer, die dem Charakter viel zu überdramatisiert und aufgesetzt präsentiert hat, wirkt Josephine Schmidt’s Interpretation wesentlich authentischer. Ihrer Aufnahme zu lauschen ist wirklich angenehmer.

Auch Julien Haggége ist wieder mit mehr Elan bei der Sache und zeigt einmal mehr, dass er ein tolles Stimmtalent sein kann. Das Tonstudio Oxygen Sound Studios, Berlin hat unter der Regie von Karin Lehmann also gute Arbeit geleistet. Von meiner Seite her gibt es daher wenig Grund zur Kritik, Ich habe mir den Anime gerne auf Deutsch angeschaut. Wenig Kritik lässt sich auch in musikalischer Sicht finden. Die Stücke sind passend eingespielt und unterlegen die Szenen genauso gekonnt, wie man es auch schon aus Detektiv Conan gewohnt ist.

Content & Verpackung

Über den normalen Handel erhaltet ihr Magic Kaito 1412 in einer normalen Bluray Hülle samt Pappschuber. Beides ist schick designt, beinhaltet aber keinerlei weitere Extras.

Digital erwarten euch Trailer und das Clean Opening. Also nicht wirklich viel bedeutsames im Aufgebot. Dafür sind aber immerhin 6 Episoden mit am Bord, was im Anime Markt nicht selbstverständlich ist.

Inside Anime

Magic Kaito 1412 kann als eine Art Remake von Phantom Kid angesehen werden, das detailreicher adaptiert und gekonnter erzählt wird. Die Storyline folgt dabei demselben Konzept, erweitert die Handlung aber durch etliche kleine Handlungen, die Kaito als Charakter formen und auch mehr das Verhältnis von Aoko und ihm verdeutlichen.

Im Vergleich zum Original fällt auch auf, dass sich Magic Kaito 1412 moderneren Techniken annimmt und diese in den Plot einfließen lässt. Aber genug der Dinge, die Magic Kaito 1412 anders macht. Was zeichnet den Anime aus? Nun, es ist wohl das Gleiche, was auch Detektiv Conan seit jeher so ansprechend macht – Die ideenreichen Tricks. Statt der verzwickten Kriminalfälle in Detektiv Conan, die mit verrückten Lösungen aufwarten, sind es in Magic Kaito die ausgefallenen Zaubertricks, die bei Laune halten. Als Zuschauer fragt man sich ständig, was der Junge wohl als nächstes in Petto hat. Das ist sicherlich die größte Stärke von Gosho Aoyama’s Kunstwerken.

Er weiß auf geschickte Weise so banale Dinge interessant zu gestalten. Mit Kaito hat der Anime auch einen Main Charakter, der durch seine überhebliche Art sehr viel Coolness auszustrahlen vermag. Obgleich Kaito ein Dieb ist, sympathisiert man mit dem Jungen, denn hinter der coolen Fassade und den Raubzügen steckt eigentlich nur das Bestreben so die Hintermänner am Mord seines Vater hervorzulocken. Diesen Umstand ziehen die Autoren auch sehr geheimnisvoll auf, was durchaus Interesse zu wecken weiß. Es ist auch spannend zu sehen welche Änderungen sich in der Erzählung gegenüber Kid the Phantom Thief eingefunden haben.

Einige sorgen dafür, dass der Anime moderner wirkt und die Geschichte aufregender gestaltet und transportiert wird. Magic Kaito ist sicherlich kein Anime für jedermann, doch Fans der kleinen Spürnase Conan werden an der Serie ihre helle Freude haben. Schließlich spürt man deutlich die Einflüsse aus der beliebten Manga- Reihe, was den lockeren Humor und die interessanten Raubzüge angeht. Kaito Kid ist eben ein Meister seines Faches und es macht Spaß ihm dabei zuzusehen.


©Gosho Aoyama / Shogakukan YTV A-1 Pictures 2014


Vielen herzlichen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares von Magic Kaito 1412 Vol.1 🙂


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