Es ist wieder an der Zeit ein wenig mit Fantasy und Politik zu glänzen. Doch hält der Military / Comedy Mix “Gate” seine Qualitäten auch in Staffel 2?

Handlung

Die Friedensverhandlungen sind im vollen Gange und so lässt Prinzessin Piña Co Lada einige hochrangige Mitglieder des japanischen Bundes zu einem Fest einladen.

Hier sollen die, noch angespannten, Beziehungen etwas gelockert werden. Als jedoch plötzlich ihr Bruder Prinz Zorzal im Kaiserreich auftaucht, droht der angestrebte Friedenspakt zu zerfallen. Hält dieser doch einige Bürger Japans gefangen und behandelt diese alles andere als freundlich.

Beim ersten Treffen der Parteien um Itami, dem Kaiser Augustus und Prinz Zorzal geraten die Fronten aneinander. Ob sich also noch ein Friedensabkommen aushandeln lässt, ist fraglich. Bisher sieht es stark nach gewalttätiger Konfrontation aus…

Bild & Animation

Erwartungsgemäß ändert sich an der Bildqualität innerhalb einer Anime Serie wenig und so hält auch Gate weiterhin das bekannte Niveau aufrecht. Die Animationen bieten somit wenig Grund zur Kritik und auch die Optik selbst gefällt. Der Anime bietet eine ansehnliche Fantasy Welt hat vor allem bei den Charakter- Design einen enormen Qualitätsbonus.

Das Animations- Team kann mit den Vorgaben offenbar perfekt umgehen und kreiert einen sehr einzigartigen Mix. Da prallen knallig bunte und detailreiche Outfits auf wenig aufwendige Militärkleidung und erzeugen so einen sehr ungewöhnlichen Look. Optisch macht der Anime mit seinen Charakter- und Gestaltung der Kleider also einiges her und sorgt für ein farbenfrohes Werk.

Sound & Musik

Die Synchro schwankt dieses Mal ein wenig. Während die wichtigen Main- Charaktere wie Piña Co Lada weiterhin gut besetzt sind und ihre Sprecher sich stark ins Zeug legen, wirken manche Bewohner des Kaiserreiches und Bürger Japans doch arg bemüht und recht wackelig.

Das sorgt manchmal für ein unstimmiges Gesamtbild, da die Sprecherqualitäten stark von einander abweichen. Besonders in Itami’s Fall, der von Patrick Schröder einfach perfekt vertont wird, ist dies im Direktvergleich zu einigen, weniger guten, Nebencharakter durchaus auffallend. Positiv in der Besetzungsriege ist aber auch Furkan Boyraz, der Prinz Zorzal stimmlich die nötige Arroganz verleiht. Anime House liefert mit Hilfe von LAB SIX sound & media solutions sicherlich keine schlechte Synchronisation ab, ist aber doch weit entfernt von ihren ersten Veröffentlichungen, die noch unter KölnSynchron entstanden.

Zu oft fühlt es sich an, als würden Situationen nicht genau treffend betont werden oder die emotionale Lage nicht gut genug übermittelt werden können. Aber letztlich ist dies eben vermehrt nur auf einige Nebendarsteller zurückzuführen. Der Hauptcast überzeugt derweil. Musikalisch hält Gate einige nette Stück parat, die ihre Szenen sehr gut vermitteln.

Content & Verpackung

Anime House liefert gewohnte Kost und schickt euch mit wunderschönen Postkarten in Fantasy Stimmung. Das Material ist zwar etwas dünn, aber die Farbqualität holt den Makel wieder raus.

Zusätzlich wird wieder ein ausführliches Booklet in die Standard Bluray-Hülle gelegt, das euch mit vielen Infos rund um die Fantasy Welt und ihre Bewohner versorgt. In dieser Hinsicht ist der Publisher wirklich stark, denn selten erhält man derart aufwendig produzierte Bookets. Natürlich ist auch wieder ein Wendecover mit an Bord, damit ihr das hässliche USK Logo verdecken könnt.

Alles in allem also wieder ein, zu erwartender, Top Release von Anime House. Schön wäre nur, wenn zukünftig vielleicht auch mal ein leichter Pappschuber über der Hülle kleben würde, denn die Standard Blurays sehen im Regal eben nicht so schick aus.

Inside Anime

Friedensverhandlungen können schwer sein. Das muss auch Itami in der zweiten Staffel wieder erfahren, wenn nicht nur ein Erdbeben die Zusammenkunft stört, sondern auch noch der widerwärtige Bruder von Piña Co Lada auftaucht.

Während Episode 1 dabei noch relativ langatmig erzählt wird, legt sich der Anime danach doch recht gut in Zeug, um die schwierigen Verhältnisse zu verdeutlichen. Hier erlebt man schließlich auch eine neue Seite von Itami, die zuvor verborgen blieb. Der ewig lächelnde und auf Gerechtigkeit getrimmte Gutmensch, zeigt uns seine militärische Ader und überzeugt mit knallharter Verhandlungstaktik.

Im Kontext der Handlung und vor allem im Bezug zur Szene, wird dies glaubhaft eingebunden. Ohnehin ist Gate eine Serie, die versucht militärische Verhältnisse und das Konfliktpotenzial der beiden Welten authentisch zu vermitteln. Das gelingt meist auch. Da der Anime auch nicht pertout nur auf Ernsthaftigkeit setzt, sondern zwischenzeitlich auch den Comedy Faktor nicht vergisst, fühlt man sich jederzeit gut unterhalten.

Mit Prinz Zorzal als neuen Gegenspieler bekommt der Anime auch das nötige Zündstoff, um wohl auf längere Sicht eine packende Handlung aufzubauen. Man darf also gespannt sein, wie die Serie verlaufen wir. Bisher ist der Staffelauftakt schon mal geglückt.


©Takumi Yanai / AlphaPolis / GATE Project


Vielen herzlichen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares von Gate Vol.5 🙂


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